Die eigenen Bedürfnisse im Hinblick auf Wärme-Wirkung, Wohlbefinden und Entspannung als auch der Wohnraum, in den die Kabine integriert wird, sind niemals gleich, sondern immer individuell. Dies sollte man auch vor dem Hintergrund der folgenden Kaufkriterien berücksichtigen.
Kabinengröße und Personenanzahl
• Mit wie vielen Personen soll die Infrarotwärmekabine regelmäßig genutzt werden – allein oder zu zweit?
• Wie wichtig ist Bewegungsfreiheit? Möchte man die Infrarot-Strahlung im Sitzen oder im Liegen genießen? Je häufiger man die Infrarotkabine nutzt, umso wichtiger sind Komfort – sonst stellt sich tiefe Entspannung oft nur schwer ein.
• Die Leistung der Infrarotkabine sollte nicht nur zu den eigenen Bedürfnissen passen, sondern auch in einem sinnvollen Verhältnis zu ihrer Größe bzw. dem Raumvolumen stehen.
Standort und Voraussetzungen
• Ist der vorhandene Wohnraum mit den Maßen der Infrarotkabine kompatibel? Kompakte Exemplare lassen sich oft auch in kleine Räume und Nischen integrieren. Bei größeren Varianten muss entsprechend Platz vorhanden sein – auch für Lieferung und Aufbau.
• Ist ein geeigneter Untergrund vorhanden? Er sollte stabil, tragfähig, eben und trocken sein.
• Zwar ist ein spezielles Belüftungssystem für eine Infrarotkabine meistens nicht nötig, dennoch sollte eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet sein.
• Infrarotkabinen werden in der Regel mit 230 Volt betrieben. Gibt es eine Steckdose in der Nähe des Stellplatzes?
Infrarot-Konzept und Strahler
• Welche Art von Wärme und Wärmeverteilung wird bevorzugt: gleichmäßig oder punktuell? Mild bis moderat oder eher intensiv? Strahler mit röhrenförmigem Heizelement erzeugen meist eine direkte, intensiver wahrgenommene Wärme, bei Infrarot-Paneelen bzw. Flächenstrahlern wird sie oft als gleichmäßiger empfunden.
• Wie sind die Strahler in der Infrarotkabine angeordnet? Bei vielen Menschen kühlen z.B. die Füße schnell aus oder erwärmen sich langsamer. Strahlung im Bereich der Füße und Unterschenkel kann sich dann häufig besonders angenehm anfühlen.
Steuerung und Bedienung
• Hier geht es weniger um die Technik-Affinität der Kabinen-Nutzer als um die Vorteile, die ein modernes Steuersystem mit sich bringt. Eine App-basierte WiFi-Steuerung, die Auswahl-Möglichkeit zwischen verschiedenen Programmen oder das Speichern von individuellen Einstellungen unter mehreren Nutzerprofilen können den Komfort erhöhen.
• Funktionen wie Sicherheitsstart und Überhitzungsschutz machen die Auszeit im eigenen Zuhause sicherer.
Material und Verarbeitung
• Wird am Material und an der Verarbeitung gespart, kann sich dies im Komfort, der Qualität des Wärmeerlebnisses, der Energieeffizienz und gesamten Lebensdauer bemerkbar machen. Beispiele für eine minderwertige Verarbeitung sind wacklige oder unebene Elemente, undichte Stellen oder eine nicht richtig schließende Tür.
• Achten Sie beim Holz der Infrarotkabine nicht nur darauf, wie es sich optisch in Ihr Zuhause einfügt, sondern auch darauf, wie es sich anfühlt und dass es die Wärme gut speichert – ähnlich wie Saunaholz.
Ausstattung
• Welche Funktionen und Ausstattungs-Features bieten für Sie einen echten Mehrwert – und welche sind vielleicht ganz nett, aber entbehrlich? Überlegen Sie sich, was die Tiefe Ihrer Entspannung wirklich unterstützen könnte. Die Infrarotkabine zuhause sollte ein Ort der Ruhe und Entschleunigung sein – zu viele technische Reize oder Spielereien können schnell ablenken oder stören.
• Beleuchtung und Sound gehören zu den häufigen Ausstattungs-Features. Achten Sie auf Qualität und eine sinnvolle Platzierung der Lampen und Lautsprecher. Wichtiger als die Frage, ob sich 4 oder 10 verschiedene Farben einstellen lassen, ist, ob die Beleuchtung indirekt, dezent integriert und dimmbar ist.
Lieferung und Aufbau
• Wer übernimmt die Lieferung und den Aufbau der Infrarotkabine? Lieferung, Aufbau und Inbetriebnahme sind die letzten Schritte hin zur Haus-eigenen Wellness-Oase und sollten gut geplant und vorbereitet sein. Bietet der Infrarotkabinen-Händler einen Liefer- und Aufbau-Service an? Oft verlaufen Lieferung und Einbringung dann deutlich entspannter – insbesondere dann, wenn es sich doch um eine Infrarotkabine mit Starkstromanschluss handeln sollte, der von einem qualifizierten Elektriker durchgeführt werden muss.
Gerade Infrarot-Einsteiger sollten sich bei der Auswahl der Infrarotkabine genug Zeit nehmen, um sich einen Überblick zu verschaffen, verschiedene Modelle zu vergleichen und die für sie und ihr Zuhause passende Lösung zu finden. Wichtig ist dabei ein stimmiges und faires Preis-Leistungs-Verhältnis.
Eine individuelle Beratung in einer Infrarotkabinen-Ausstellung ist für viele eine Hilfe. Dabei geht es zum einen um technische Daten und Informationen, aber auch einen spürbaren Vergleich – z.B. in Form eines Probesitzens: Wie fühlt sich das Holz an? Wie ist der Sitz- oder Liegekomfort? Auf welche Körper-Bereiche sind die Strahler ausgerichtet? Und – falls es eine Probesitzung gibt: Wie fühlt sich die Wärme auf dem Körper an?
Die entscheidende Frage ist oft, ob es eine Infrarotsauna für 2 Personen oder 1 Person werden soll. Schließlich kann auch eine Einzelkabine von mehreren Personen genutzt werden – nur eben nicht gleichzeitig. Die folgende Tabelle kann eine Entscheidungshilfe sein.
Meistens werden Infrarotkabinen im Innenraum genutzt, doch es gibt Modelle, die speziell für die ganzjährige Nutzung im Außenbereich konzipiert sind. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in 3 Punkten von den Indoor-Kabinen:
Material und Konstruktion
• Für eine Outdoor-Infrarotkabine wird witterungsbeständiges Material verwendet. Die witterungsbeständigen und isolierenden Eigenschaften des Holzes werden häufig durch eine Thermo-Behandlung verstärkt.
• Um die Wärme auch bei kalten Temperaturen in der Kabine zu halten, ist diese möglichst gut isoliert.
• Infrarotkabinen für draußen sollten eine wetterfeste Dachkonstruktion inklusive Wasserablauf besitzen.
Stromanschluss
• Outdoor-Infrarotkabinen haben in der Regel eine höhere Gesamtleistung als Indoor-Kabinen und benötigen meistens einen 400 Volt Starkstromanschluss, wenn Sie ihre Vorzüge in vollem Umfang genießen möchten.
Standort
• Der Untergrund für die Infrarotkabine muss tragfähig und eben sein – viele entscheiden sich für eine Betonplatte. Oft ist jedoch bereits ein geeigneter Untergrund vorhanden, z.B. eine Terrasse mit Steinplatten.
• Ein geschützter Standort – z.B. in der Nähe zum Haus oder unter einer Terrassenüberdachung – bietet sich an: Er schützt nicht nur die Kabine, sondern erhöht auch den Komfort und kann zu niedrigeren Betriebskosten beitragen.
Kosten
Aufgrund der besonderen Ansprüche an Material, Konstruktion und Standort, aber auch wegen der höheren Kabinenleistung und Nutzung bei kalten Temperaturen, können die Anschaffungs- und Betriebskosten einer Outdoor-Infrarotkabine höher ausfallen als für eine vergleichbare Indoor-Kabine.
Eine Infrarotsauna im Garten kann – insbesondere als milde Alternative zu einer klassischen Gartensauna – auch viele Vorzüge bieten:
Wellnessoase im Grünen
Viele fühlen sich beim Blick ins Grüne und den eigenen Garten stärker mit der Natur verbunden und schätzen das natürliche Tageslicht bei der Auszeit in der Infrarotkabine.
Entspannungsqualität
Der räumliche Abstand zum Haus kann die Ebene der Entspannung beeinflussen. Der Alltag mit all seinen Anforderungen und Stressfaktoren ist zuhause oftmals stark präsent, deshalb kann die räumliche Distanz beim Abschalten hilfreich sein.
Wohlfühl-Faktor
Durch den Gegensatz von winterlicher Kälte draußen und dem warmen Inneren der Infrarotkabine wird die Anwendung in der kalten Jahreszeit für viele besonders gemütlich und hat eine spezielle Wohlfühl-Atmosphäre.
Gartennutzung im Winter
Der Garten im Winter bietet häufig einen trostlosen Anblick und bleibt bis zum Frühjahr meist ungenutzt. Eine Infrarotwärmekabine wertet den Außenbereich auf und bietet eine Möglichkeit, ihn gerade in der kalten Jahreszeit zu nutzen.
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