Hallo, hier ist wieder Jochen von Spa Deluxe. Heute bin ich nicht alleine, sondern – wie Sie im Hintergrund sehen können – haben wir heute auch Saunagäste.
Ich möchte Ihnen in diesem Video einfach vorstellen: Was bringt eigentlich die eigene Sauna, und warum ist Saunieren gesund?
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Warum in die Sauna? Nun, dafür gibt es viele Gründe. Aber was passiert in der Sauna eigentlich mit Ihrem Körper – und warum ist das so gesund?
Sobald Sie in der warmen Sauna sitzen, arbeitet Ihr Kreislauf auf Hochtouren und Sie geraten, rein körperlich gesehen, erst einmal in eine Stresssituation. Entsprechend werden Stresshormone ausgeschüttet. Ihre Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt, und um alle Organe mit Blut zu versorgen, schlägt das Herz schneller. Durch die hohe Temperatur erwärmt sich Ihr Körperkern um ein bis zwei Grad und erzeugt so ein positives, „künstliches“ Fieber.
Aber nur dann, wenn Sie Ihrem aufgeheizten Körper anschließend einen Kälteschock verpassen, erleben Sie die gesundheitlichen Vorteile der Sauna in vollem Maß. Durch die kühlere Luft und das kalte Wasser ziehen sich die Blutgefäße schlagartig zusammen, der Blutdruck steigt und der Körper schüttet Adrenalin aus. Eine anschließende Ruhephase sorgt dafür, dass sich Blutdruck und Herzschlag wieder normalisieren. Ihr Herz arbeitet gleichmäßig und voller Kraft, und Ihre Haut fühlt sich angenehm an.
Ein echter Nutzen für die Gesundheit wird in vollem Umfang erst bei regelmäßigen Saunabädern spürbar. Er zeigt sich ungefähr nach einem halben Jahr regelmäßiger Saunagänge. Da sprechen wir also von zwei- bis dreimal pro Woche mit jeweils zwei bis drei Saunagängen von mindestens 15 Minuten, maximal 20–22 Minuten. Dann werden Sie die vielfältige Wirkung Ihrer Sauna herrlich spüren.
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Nachdem wir die Abläufe im Körper kennengelernt haben, schauen wir uns nun an, welche positiven Effekte auf die Gesundheit der regelmäßige Saunagang hat. Diese wurden übrigens durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt, wie Sie bei Interesse auch auf der Internetseite des Deutschen Sauna-Bundes einsehen können.
Wichtig ist, dass Menschen mit gesundheitlichen Problemen, insbesondere mit Herz- und Kreislaufproblemen, die Benutzung der Sauna in jedem Fall vorher mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin besprechen, um jegliches Risiko zu vermeiden.
Oft hört man, dass Saunieren das allgemeine Wohlbefinden verbessert – aber wie?
Die Hitze kurbelt die Produktion des Glückshormons Serotonin und von Endorphinen an. Das kann ein Gefühl der Euphorie auslösen.
Die meisten Leute gehen aber in die Sauna, um die körpereigene Abwehr zu stärken. Der typische Wechsel von heiß und kalt hat eine vorteilhafte Wirkung auf das vegetative Nervensystem. Entzündungsprozesse im Körper werden gemindert. Damit haben Erkältungen und Viren von vornherein weniger Chancen – vorausgesetzt, man wiederholt das Saunabad regelmäßig, wirklich regelmäßig.
Weiter bringt die Sauna den Kreislauf auf Trab. Da die wiederholten Wechselintervalle aus Hitze und Kälte den Kreislauf beleben und die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessern, gilt regelmäßiges Saunieren als gutes Herz-Kreislauf-Training. Laut einer Studie einer Universität aus Finnland sollen regelmäßige Saunagänger sogar das Risiko vor plötzlichem Herztod und anderen Herzerkrankungen vermindern.
Die Sauna kann sich auch positiv auf das Hautbild auswirken. Durch das wiederholte Erweitern und Zusammenziehen der Blutgefäße bei Wärme und Kälte werden diese trainiert. Die Haut zeigt sich rosig und frisch, wirkt insgesamt gesünder und schöner. Durch das Schwitzen werden abgestorbene Hautschüppchen entfernt, die Haut wird porentief rein. Selbst trockene Haut profitiert zudem von der hohen Luftfeuchtigkeit in der Sauna. Es ist allgemein bekannt, dass Haut, die mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt ist, jünger aussieht.
Bei vielen Menschen lindern Saunabäder auch Beschwerden von Hautkrankheiten wie Schuppenflechte, Akne oder Neurodermitis.
Der nächste Punkt auf unserer Liste ist die vorteilhafte Wirkung auf die Atemwege. In der Hitze kann man tiefer durchatmen; die Atemorgane werden trainiert und auf Dauer soll eine tiefere Atmung mit einer höheren Luftmenge möglich sein. Das heiße, trockene Raumklima sorgt außerdem für eine bessere Durchblutung der Schleimhäute. Kein Wunder also, dass Saunabäder oft bei solchen Problemen zunächst einmal empfohlen werden.
Gehören auch Sie zu denjenigen, die ein Problem mit dem Einschlafen haben?
Der durch den Saunagang erhöhte Serotoninspiegel im Gehirn kann schlaffördernd wirken. Auch die Linderung von Kopfschmerzen zählt zu den positiven Effekten, genauso wie die Entspannung der Muskeln und das Vorbeugen von Muskelkater.
Diese Liste ließe sich jetzt natürlich noch weiter fortsetzen. Vergessen Sie aber nicht, dass es noch einen anderen, indirekten positiven Einfluss der Sauna auf Gesundheit und Wohlbefinden gibt: zum Beispiel das gemeinsame Ritual mit der Familie, dem Partner oder Freunden, das mit regelmäßigen Saunagängen zu einer schönen, harmonischen und gesunden Gewohnheit werden kann.
Sie haben noch weitere Fragen zum Thema Sauna?
Dann schauen Sie sich doch in unserem YouTube-Kanal und unserer Mediathek um. Wir freuen uns auf Sie.
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