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Dampfsauna oder Trockensauna Titelbild

Dampfsauna oder Trockensauna?

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Wer eine eigene heimische Wellness-Oase errichtet, sollte sich vorher gut überlegen, welche Elemente am besten zu den eigenen Erholungs-Zielen passen. Häufig kommt dabei zum Beispiel die Frage auf, ob eine Trockensauna oder eine Dampfsauna die richtige Wahl ist. Was genau sind die Unterschiede sowie die jeweiligen Vor- und Nachteile?

Inhalt

1 So funktioniert das Dampfbad

Dass Schwitzen gesund ist, wussten schon die Römer und erfanden das sogenannte Caldarium – das Dampfbad. Grundsätzlich ist ein Dampfbad ein Raum, der sich auf 40 bis 50 Grad Celsius erhitzt und mit einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 % füllt. Wer ein Dampfbad, auch Dampfsauna genannt, betritt, gerät deshalb in ein dichtes Meer aus Dampfwolken.

Dampfsauna oder Trockensauna Dampfbad

In der Regel erzeugt ein Generator den Dampf – er bringt Wasser zum Kochen, das durch hitzefeste Schläuche zu Düsen transportiert wird. Diese verteilen dann den Wasserdampf im Raum. Ein Belüftungssystem leitet ihn wieder aus der Kabine heraus. Handelt sich es um eine sehr kleine Dampfsauna – zum Beispiel in Form einer Dusche – muss nicht immer extra ein Belüftungssystem eingebaut werden.

Genau wie andere Saunaarten auch, hat ein Dampfbad viele wohltuende Wirkungen auf den Körper. Zum Beispiel kurbelt die erhöhte Temperatur die Durchblutung an, die die Versorgung der Zellen verbessert. Durch regelmäßige Dampfsauna-Gänge kann das Immunsystem gestärkt werden. Zudem entspannen sich die Muskeln und die Schleimhäute werden befeuchten.

Arten von Dampfbädern

Innerhalb des Saunatyps Dampfbad haben sich in verschiedenen Kulturen und Traditionen unterschiedliche Arten entwickelt. Hier finden Sie einige im Überblick:

Dampfsauna oder Trockensauna Römisches Bad

Römisches Dampfbad

Das römische Caladrium ist eine der Ursprungsformen und hat eine Luftfeuchtigkeit von 100 %. Die Temperaturen liegen zwischen 40 und 50 Grad Celsius. Es ist besonders für Menschen mit Atemwegserkrankungen geeignet.

Dampfsauna oder Trockensauna Tepidarium

Tepidarium

Ebenfalls römische Wurzeln hat das Tepidarium. Darin ist es nicht so schwül wie im Caladrium, da die Temperaturen zwischen 38 und 40 Grad Celsius und damit nur knapp über der Körpertemperatur liegen. Wer die feuchte Schwüle des Caladariums nicht verträgt, ist im Tepidarium besser aufgehoben.

Daumpfsauna oder Trockensauna Hamam

Türkisches Hamam

Aus der Türkei stammt der Hamam. Diese Art des Dampfbades besteht in der Regel aus mehreren Räumen. In diesen herrscht jeweils eine andere Temperatur und häufig gibt es einen anderen Fokus, zum Beispiel ist meist auch ein Raum für Massagen integriert. Es eignet sich aufgrund der Größe nicht unbedingt für eine Heiminstallation.

Dampfsauna oder Trockensauna Banja

Russisches Banja

Das Banja ist die russische Art des Dampfbades. Es besteht aus einem Schwitzraum sowie einem Wasch- und Ruheraum. Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind vergleichbar mit denen des Caladriums.

Dampfsauna oder Trockensauna Irisches Dampfbad

Irisches Dampfbad

Die höchsten Temperaturen sind im irischen Dampfbad zu finden. Sie liegen zwischen 50 und 55 Grad Celsius. Allerdings wird gleichzeitig Frischluft zugeführt, wodurch es keinen Nebel im Dampfbad gibt.

2 Dampfbad im Vergleich mit Trockensauna

Die Hauptunterschiede zwischen einer Trockensauna und einer Dampfsauna liegen in den zwei Aspekten Klima und Material der Kabine.
So ist in Bezug auf das Klima die Luftfeuchtigkeit in einer Dampfkabine viel höher als in einer Sauna – während das Dampfbad sich besonders durch seine feuchte Luft auszeichnet, lebt die Trockensauna vom Gegenteil. In einer Trockensauna wird die Hitze durch genau diese Trockenheit ermöglicht. Daher liegen die Temperaturen in einer solchen meist zwischen 60 und 100 Grad und in einem Dampfbad zwischen 40 und 50 Grad.

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Eine geringere Hitze ist besonders für Neueinsteiger und Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen besser geeignet. Doch sind Sie regelmäßiger Saunagänger, können Sie bei einem Dampfbad die Temperatur auf Dauer nicht merklich erhöhen – die Trockensauna ist in diesem Aspekt variabler. Auch wenn es sich anders anfühlt: Im Dampfbad schwitzen Sie weniger stark als in der Sauna.

Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit sollte der Innenraum einer Dampfsauna gefliest oder mit Stein oder Marmor verkleidet sein. Dies bedeutet, dass ein Dampfbad regelmäßig entkalkt werden muss sowie anfälliger für Schimmel ist. Eine Trockensauna besteht in der Regel aus hochwertigem Holz. Daher ist die heimische Realisierung einer Trockensauna etwas einfacher als ein Dampfbad mit seinem feuchtwarmen Klima.

Eine Gemeinsamkeit der beiden Saunatypen ist der grundlegende Ablauf: Bei beiden sollte der Aufenthalt in der Sauna nicht länger als circa 15 Minuten dauern und die Häufigkeit der Hitzephasen sollte drei nicht überschreiten.
Haben Sie allerdings nicht unbedingt regelmäßig viel Zeit für ausgedehnte Saunagänge, bietet sich auch eine Infrarotkabine an. Im Gegensatz zu anderen Saunatypen wird die Wärmewirkung hier durch langwellige Strahlung erzielt. Die Infrarotstrahlen entfalten ihre wärmende Wirkung schon nach etwa 15 Minuten. Somit stellen Infrarotkabinen eine gute Alternative für Menschen dar, denen die Zeit für längere Saunagänge fehlt und besonders Verspannungen lösen möchten.

3 Fazit

Es gibt verschiedene Saunatypen, die die Gemeinsamkeit der positiven Wirkung auf den Körper und das Wohlbefinden haben. Sie unterscheiden sich hauptsächlich in Klima und Bauweise. Da sich die Hitze in der finnischen Sauna jedoch leichter als die Luftfeuchtigkeit im Dampfbad erzeugen lässt und die Höhe der Temperatur variabler ist, ist in privaten Haushalten die klassische Trockensauna weiter verbreitet als die Dampfsauna.

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